Kürbisanbau und -ernte 2022

Kürbisanbau und -ernte 2022

Der Kürbisanbau bei uns "Hofschneiders" (Vulgoname) fand auch dieses Jahr Mitte April statt. Die Bedingungen zur Saat waren wie aus dem Bilderbuch: optimal abgetrockneter Boden, ausgewogene Düngung und angenehme Frühlingstemperaturen ließen die Herzen aller Kürbisbäuerinnen und -bauern höher schlagen - so auch unseres. Das Saatgut wurde mit dem eigenen Setzgerät in eine exakte Saattiefe von zwei Zentimeter in die Erde gelegt. Nach ein paar Tagen keimten die Kürbiskerne in der Erde und die ersten zarten Pflänzchen kamen aus dem Boden. Welch schöner Anblick!

Dann folgte die Hauptaufgabe für uns LandwirtInnen: Warten. Der Sommer war ein Wechselbad der Gefühle: Hitze und Regen wechselten ständig, immer im Hinterkopf waren Schädlinge und Krankheiten die auftreten können. Besonders die anhaltende Hitze im Sommer bereitete uns viel Kopfzerbrechen. Bei unseren Rundgängen am Feld fiel oft der Satz: "Das wird heuer nichts Gescheites".

Aber irgendwie meinte es der Wettergott doch nicht so schlecht mit uns und ließ es oft im letzten Moment gerade so ausreichend regnen, sodass wir ab Mitte August die Kürbisse in ihrer Vielzahl und Größe am Feld bestaunen konnten. 

Im September konnten wir dann langsam den größten Moment für uns Kürbisbäuerinnen und -bauern beginnen zu planen: die Ernte. Die Kürbisse wurden in Reihen zusammengeschoben und das Kraut, so nennen wir die Blätter und Stängel, zusammengehäckselt und am Feld belassen.

Nach rund zwei Tagen (diese Zeit brauchen die Kürbisse, damit sich die Kerne gut vom Fruchtfleisch lösen) wurde mit der Ernte begonnen. Der Kürbisdrescher spießte die Kürbisse mit einem sogenannten Igel auf und beförderte sie ins Maschineninnere, wo die wertvollen Kerne vom Fruchtfleisch getrennt werden. Eine Arbeit, die bei uns stets alle Familienmitglieder erfordert, aber trotz aller Anstrengung beim Helfen, mit viel Spaß und Freude an der Ernte, verbunden ist :)
Der Rest vom Kürbis, also Stängel, Blätter, Schalen und das Fruchtfleisch bleiben am Feld und dienen als Nahrung für das Bodenleben und tragen so zum Humusaufbau und zur Bodenfruchtbarkeit bei. So gesehen, sehr nachhaltig :) 

Nach der Ernte wurden die Kürbiskerne noch schonend getrocknet, um sie lagern zu können. In Big-Bags gefüllt sind sie so mindestens ein Jahr haltbar und werden dann in der Ölmühle zu feinstem Kürbiskernöl gepresst.

Das "Kürbis-Jahr" geht vorüber, mit allen Höhen, Tiefen, Bangen und Hoffen in diesem Jahr. Die Ernte in diesem Jahr war weit über den Durchschnitterträgen der letzten Jahre, sodass wir sagen können: Wir haben alles richtig gemacht.

Möglich war das nur mit einer Mischung aus viel Erfahrung, Fachwissen und doch einer großen Portion Wetterglück, welche uns diese Ernte eingebracht haben. Und trotz aller Herausforderungen in diesem herausfordernden Jahr: Wir freuen uns schon riesig auf den Kürbisanbau 2023.

Alles Liebe
Die "Next-Generation-Hofschneiders" :)
Stefanie & Christoph

 

Hier noch ein paar Einblicke:

 

 

Zurück zum Blog